VON MICHAEL WUKOWITSCH:
sie operieren wieder - und wie...
es ist jetzt halb drei uhr morgens und meine ohren schmerzen immer
noch. das
bedeutet dann nur soviel, daß DÄ in wels heute wirklich
ihr bestes gegeben
haben.
aber mal eins nach dem anderen: wenn man so im laufe der jahre brav
bei
jeder tour ein paar konzerte besucht, dann gibt es veranstaltungsorte,
die
man einfach schätzen muß. dazu gehört auf jedenfalls
diese kleine feine
halle in wels.
nach etwas komplizierten bon-umtausch (mit originaltickets hat mans
echt
leichter) gings erst relativ spät (so gegen 19:30 uhr) in die
halle. die
stimmung war nicht schlecht, aber eben noch lange nicht am kochen.
so
ziemlich genau um 19:45 uhr gings dann auch schon mit "schrei
nach liebe"
los. zu den outfits sei nichts hinzuzufügen, alles beim alten
(farin in
schwarz, aber ÜBERRASCHUNG, tatsächlich mit silbernen rändern
auf seinem
t-shirt, bela mit einem undefinierbaren kostüm und rod wie immer
sehr
elegant mit dunkler stoffhose und einem rod-tshirt)
die setlist hat sich nicht großartig verändert, herauszuheben
ist aber auf
alle fälle die geniale version von "rock`n roll übermensch",
welche von rod
auf einem art mini-keyboard begleitet wurde. ganz besonders hat mich
das
stück "dein vampir" gefreut, obwohl bela andauernd den text vergaß.
aber das
war nicht der einzige aussetzer an diesem abend. schon nach den ersten
vier
stücken forderte bela das publikum auf, "schäm dich, farin"
zu brüllen. der
halbgott ganz links von mir war heute wirklich etwas von der rolle,
aber er
hatte spaß dabei, was man merkte und ja auch die hauptsache ist.
heute
gingen mir etwas die ansagen ab, aber wenn die drei was von sich gaben,
dann
hat es sich auch ausgezahlt. farin: "hebt die hände und klatscht"......das
publikum folgt ihm ganz brav......farin: "mann, hier stinkt es nach
schweiß......"so folgte ein lied dem nächsten und die welser
hatten spaß
dabei, denn sie gingen bis zum schluß voll mit. da ich in der
zweiten reihe
stand, konnte ich gut beobachten, wie sich bela freute, als die ganze
halle
auf farins gitarren-intro zu "manchmal haben frauen" einstimmte. da
hat
dieser dirk felsenheimer echt einen kracher gelandet. absolut.
rock rendezvous hörte sich dann bei der dritten strophe ungefähr
so an:
"rod, du solltest wissen, als bassist gehts dir in unserer band echt
besch......" viel blieb bei diesem song echt nicht mehr vom originaltext
übrig. ansonsten will ich nur noch loswerden, daß das konzert
trotz
mangelnder ansagen 2 stunden:50 minuten gedauert hat und mit teenagerliebe
zu ende ging. farins letze zeile: "...sie liebt einen andern und ich
geh
jetzt heim..."
letztendlich wars wieder mal absolut genial obwohl mir zwei stücke
UNHEIMLICH abgingen: "ich weiß nicht, ob es liebe ist" sowie
mein ein und
alles, "westerland". na ja, man kann nicht immer alles haben und schön
wars
ja auch irgendwie....
MG.Rickers, 10.06.01